Was kommt hier auf den Familientisch?
Einkaufen gehört zu den Alltagsnotwendigkeiten, die ich am schlimmsten finde – deshalb übernimmt Alex immer die „Lebensmittelbeschaffungslogistik“. Und hier macht er es besonders gern, denn es gibt ein sehr vielschichtiges Einkaufssystem.
Man arbeitet sich hier durch ein Geflecht an Möglichkeiten: Da gibt es zwei, drei große sehr gut ausgestattete Supermärkte, die sich optimal auf die Deutschen eingestellt haben und sogar Nutella (unbezahlbar) verkaufen. – Preislich nähern sie sich dabei allerdings stetig den deutschen Preisen an. Man muss hier also unbedingt die einheimischen Sachen kennenlernen.
Viele Produkte des täglichen Bedarfs bekommt man auch in kleinen paraguayischen „Tante Emma“ Läden – und das oft zu einem Bruchteil des Preises.
Obst und Gemüse gibt es entweder direkt vom Bauern geliefert, am Straßenrand oder im Obst- und Gemüseladen. In Hohenau gibt es auch noch einen kleinen Wochenmarkt.

Und ein Hoch auf das Brot!
Viele Einwanderer backen Brot auf Bestellung, das man dann frisch aus dem Ofen abholen kann.
Ein Paar Meter weiter von uns befindet sich in einem etwas verfallenen Gebäude eine „Pop-up-Bakery“ – eine winzige Backstube, deren Duft man bis auf die Straße riecht mit frischem Sauerteigbrot und leckeren Zimtschnecken.
Und vieles macht man einfach selber – nicht immer aus Überzeugung, sondern weil manches hier einfach anders oder gar nicht zu bekommen ist.
Ganz anders sieht es beim Fleisch aus. Das ist hier außergewöhnlich lecker.
Die gute Haltung der Tiere und den vielen Auslauf auf den riesigen Weiden schmeckt man – egal ob am Straßenrand, im Restaurant, im Supermarkt oder bei der eigenen Schlachtung.
Die paraguayische Küche haben wir bisher noch nicht wirklich tief erforscht… das ist mal ein eigener Beitrag wert 🙂
Wir sind dankbar für das leckere Essen hier und merken dabei immer mehr: Auch in ganz alltäglichen Dingen können wir lernen, dankbar für das zu sein, was Gott uns schenkt.
“ Ob ihr nun esst oder trinkt oder sonst etwas tut- tut alles zur Ehre Gottes.“
(1. Korinther 10,31)

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