Paraguay war für uns von Anfang an ein Ruf und weniger eine konkrete Entscheidung, denn wir haben uns zum ersten Mal überhaupt damit beschäftigt, als ich mit einem ehemaligen Arbeitskollegen telefoniert habe, der dorthin ausgewandert ist.
Ich erinnere mich noch genau, wie ich Alex davon erzählte und plötzlich so viel Fernweh empfand. Und völlig untypisch für meinen eher verhalten urlaubsfreudigen Mann, antwortete er mir: “ Wir könnten sie doch besuchen.“
Der Gedanke ließ uns nicht mehr los so flogen wir 2024 mit unseren zwei Kindern, damals 2 und 4 bis nach Paraguay und lebten für zwei Monate in Hohenau im Süden des Landes. Obwohl es irgendwie völlig verrückt war, wurde es die glücklichste Zeit für uns als Familie jemals. Wir erlebten so viel Segnung, nachdem wir uns für die Reise entschieden haben.
Paraguay eroberte unser Herz mit der unfassbaren Weite des Landes, dem üppigen Grün, den freundlichen Menschen, dem Gefühl, das Tourismus noch nicht überall angekommen ist und dem Freiheitsgefühl, das man in diese „irgendwie ist alles improvisiert, funktioniert aber trotzdem“ – Umgebung mit sich bringt.
Als wir wieder nach Hause fliegen sollten, wollte keiner zurück und es sah so grau und ordentlich aus, als wir an diesem kalten Apriltag zurück in unsere Wohnung nach Laupheim fuhren.
Wir hatten diese unglaublich schöne Reise erlebt, wären so gerne dort geblieben und ich habe mich ein bisschen gefragt: Und jetzt? Nur eine schöne Erinnerung?

Schreibe einen Kommentar