Wo und wie leben wir genau in Paraguay?
Uns hat es – wie sehr viele andere Auswanderer aus Europa und vor allem aus Deutschland – in den Süden Paraguays verschlagen. Genauer gesagt nach Itapúa, wo sich die um 1900 gegründete deutsche Kolonie befindet. Deshalb klingt auch unser Ortsname „Hohenau“ sehr vertraut.
Bei unserer Landung in der Hauptstadt Asunción erwarteten uns nasskaltes paraguayisches Winterwetter und zwei junge deutsche Männer, die uns – in Jacken eingekuschelt – noch weitere 6 Stunden durchs Land fuhren.
Durch ein grünes, sehr dünn besiedeltes Land: Kleinere Ortschaften, einfache Häuser am Straßenrand, hin und wieder eine Tankstelle – und dazwischen die unendliche Weite.
Und dann – kurz bevor wirklich niemand mehr im Auto sitzen kann – plötzlich: Zivilisation…
Hier liegen drei kleinere Ortschaften dicht beieinander: Bella Vista, Obligado und Hohenau. Die Gegend unterscheidet sich deutlich vom Rest Paraguays. Die Einwandererkultur schafft neue Möglichkeiten und es gibt hier eigentlich fast alles. Viele bauen sich hier etwas auf oder tragen etwas bei, was es noch nicht gibt. So findet sich hier der deutsche Bäcker, Mechaniker, Schreiner …
Die ersten zwei Monate leben wir in einem sehr schönen Häuschen in einem kleinen von deutschen Einwanderern gegründeten „Esperanza Dorf“.
Das Haus befindet sich auf demselben fünf Hektar großen Grundstück, wo wir auch schon vor zwei Jahren ein Häuschen gemietet hatten. Es ist für uns unglaublich wieder hier zu sein. Wir haben diesen Ort so sehr vermisst und einfach nicht damit gerechnet, dass wir irgendwann zurückkommen würden.

Und so gab es ein freudiges Wiedersehen mit der lieben Hündin Rosi, die auf dem Grundstück lebt. Unsere Aurie kann sich an ihre erste Reise nach Paraguay nur noch sehr vage erinnern, aber Rosi ist geblieben 🙂
Und so heißt es die nächsten Wochen für uns: Ankommen… ein Auto kaufen… ein Haus für die Langzeitmiete finden – und langsam unseren neuen Alltag aufbauen.

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